Ein altes Seemannslied und eine zum Finale fröhlich jubelnde Kinderschar bildeten den Schlussakkord einer gelungenen „Hut-Komposition“.
Frau Weidemann verpackte unter dem Motto „Tanzende Hüte“ viele kreative Ideen, die sie in gewohnter Weise ganz individuell auf ihre Schüler abstimmte. Ein musikalischer Höhepunkt folgte dem anderen und das Publikum blieb stets „auf der Hut“. Die Früherziehungskinder waren unter der Regie ihrer Lehrkraft zu jeder Zeit „wohl behütet“. Und allerhöchstens vor Übereifer ging da und dort einmal „der Hut hoch“. So wie das Becken beim Hi-Hat. Erstaunlich, was Hüte so alles hergeben! Sogar in der aktuellen Presse entdeckte Frau Weidemann Interessantes über Hüte und wollte dies den Schülern und dem Publikum natürlich nicht vorenthalten. Jetzt weiß jeder, dass der Mann, der den ersten Zylinder trug, wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses verhaftet wurde, was aber die Kinder nicht daran hinderte, ihre Chapeaus selbstbewusst und mit Stolz zu präsentieren. Mehr Überwindung brauchten die Schüler mit den Babymützen. Wer will schon, gerade aus der Rolle entwachsen, gerne wieder Baby sein? Trotzdem haben sich alle Kinder mutig der Aufgabe gestellt und mit Bravour bestanden. Wir ziehen respektvoll den Hut! Für den richtigen Swing bei den Matrosen, sorgte der Gitarreschüler Benedikt Wolf. Eine Vielzahl junger Tiroler verschrieb sich der Blasmusik, die Spanier, wie sollte es anders sein, den Kastagnetten und die Sterneköche den Pauken. Selbstverständlich alle mit ihrer typgerechten Kopfbedeckung. „Kleiner Hut“ wurde mit 36 Glockenspielen und weiteren großen Stabspielen interpretiert. Als Frau Weidemann, auch Moderatorin, ganz unerwartet den kleinsten Hut aus ihrer Hand zauberte, war ein bestätigendes Raunen zu vernehmen.
Der angekündigte Überraschungsgast, ein echter Jäger, ließ sein Jagdhorn durch die Aula der Realschule schallen und erklärte den Anwesenden, gemäß dem Motto der Veranstaltung, dass die Jäger den Wald „hüten“. Bei dem Signal „Essen fassen“ herrschte augenblicklich Waldesstille. Keiner konnte sich der Faszination dieser Begegnung mit Jäger und Jagdhorn entziehen. Frau Weidemann dankte Peter Köstel aus Odenheim für dieses schöne Extraerlebnis. Ihr Dank galt auch Frau Missmer, die fleißig Babymützen nähte, den Familien, die sich bei der Beschaffung der Utensilien tüchtig engagierten, allen hilfsbereiten Menschen, die zum Gelingen beitrugen und natürlich ihren jungen Künstlern.
„Hüte können viel erzählen …", so haben es die Kinder verkündet und so durfte es das Publikum erleben. Der große Applaus für die Musikschüler war verdient und, wer weiß, vielleicht reifen bei ihrer Lehrerin heute schon neue Ideen für die nächste Veranstaltung. Lasst uns also „auf der Hut sein“!.