Die Klarinette gehört zur Familie der Holzblasinstrumente und ist eines der jüngsten Familienmitglieder. Etwa 1710 entwickelt, hat sie sich im Lauf der Zeit mehrfach stark verändert, bis sie Anfang des 20. Jahrhunderts die Gestalt annahm, wie wir sie heute kennen.

Die moderne Klarinette hat 17-24 Klappen und besteht aus fünf Teilen: Mundstück, Birne, Ober- und Unterstück und Schallbecher. Am obersten Teil, dem Mundstück, ist eine “Klangzunge” aus Schilfrohr befestigt, die mit Hilfe der Atemluft in Schwingung versetzt wird. Diese Konstruktion ist maßgeblich verantwortlich für den charakteristischen Klarinettenklang.

Findige Instrumentenbauer haben, neben der am weitesten verbreiteten “normalen” B-Klarinette, verschiedene Ableger entwickelt, die allesamt Eingang ins Orchester gefunden haben. Die gebräuchlichsten sind die hell klingende Es-Klarinette und die tief brummende Baß-Klarinette.

Die Klarinette kann sehr laut und sehr leise, weich und hell, traurig und lustig klingen. Durch diesen Farbenreichtum sind ihre Einsatzmöglichkeiten praktisch unbegrenzt. Ob im Sinfonieorchester oder im Blasorchester, ob Klassik, Jazz, Pop, Rock, ob in deutscher jiddischer, lateinamerikanischer Folklore, überall hat sich die Klarinette ihren festen Platz erobert.